¯\_(ツ)_/¯
844 stories
·
3 followers

Datenarchäologie

2 Shares

Datenarchäologie

flattr this!

Read the whole story
moschlar
22 hours ago
reply
Mainz, Deutschland
Share this story
Delete

Jet Lag

4 Comments and 11 Shares
I had some important research to do on proposed interstellar space missions, basketball statistics, canceled skyscrapers, and every article linked from "Women in warfare and the military in the 19th century."
Read the whole story
popular
6 days ago
reply
moschlar
8 days ago
reply
Mainz, Deutschland
Share this story
Delete
3 public comments
hannahdraper
8 days ago
reply
it me
Washington, DC
srsly
8 days ago
reply
alt-text: I had some important research to do on proposed interstellar space missions, basketball statistics, canceled skyscrapers, and every article linked from "Women in warfare and the military in the 19th century."
Atlanta, Georgia
Covarr
8 days ago
reply
I can usually avoid following too many Wikipedia links deep into the night. TV Tropes, on the other hand...
Moses Lake, WA

Ein Kind – Und jetzt? Über Mainzer Hebammen und Kita-Probleme

1 Share

Die Geburtenrate in Mainz ist so hoch wie lange nicht. Zugleich fehlt es an Hebammen und Kita-Plätzen. Auch wer früh plant, kann leer ausgehen.

 

 

 

Läuft man durch die Stadt, fallen einem die sprichwörtlich zunehmenden Mütter in spe und Kinderwagen auf. Scheinbar nur gefühlt? Nein, es gibt tatsächlich wieder mehr Mini-Mainzer: In den letzten Jahren ist die Geburtenrate (nicht nur) hier kontinuierlich angestiegen. Über 4.000 Geburten im Jahr, beinahe Höchsttand, verzeichnen die Mainzer Krankenhäuser; Tendenz steigend. Der Landkreis Mainz- Bingen liegt mit 1,64 Kindern pro Frau sogar über dem Bundesschnitt. Doch das bringt nicht nur Freude: Trotz geltendem Rechtsanspruch fehlen in Mainz über 2.000 Kita-Plätze und Personal. Und nicht nur das: Schwangere finden kaum noch eine Hebamme. Alles, was mit Themen rund um die Geburt zu tun hat, gleicht einem Wettlauf um die besten Plätze.

Lange Wartelisten

Auch wenn sich die Versicherungssituation für Hebammen in den letzten Jahren wieder etwas entschärft hat, sind ihre Kalender meist schon sechs Monate im Voraus belegt. Mit freien Kapazitäten ab März, April ist derzeit also zu rechnen. Später wird es wieder schwieriger, denn in den Sommermonaten machen auch Hebammen mal Urlaub. Ähnliches gilt für Kita-Plätze, darum sollte man sich am besten schon direkt nach der Geburt kümmern. Doch die Situation bleibt schwierig: Es gibt einfach nicht genug Plätze. Kritische Fälle (zum Beispiel Kinder von alleinerziehenden Müttern) und Geschwister- Kinder gehen oft vor. Die einen oder anderen gehen also definitiv leer aus und müssen sich eine Alternative überlegen.

Beruf als Berufung

Dorothee Vogelsang ist Hebamme und seit 40 Jahren im Beruf. Sie wollte schon mit 14 Jahren „aus einem Helfersyndrom heraus“ nichts anderes werden. Als sie sich 1977 auf einen Ausbildungsplatz bewarb, kamen rund hundert Bewerberinnen auf eine Stelle, die Hebammenschulen waren überlaufen. Eine Situation von der man heute nur noch träumen kann. Mit den Jahren verschärften sich die Arbeitsbedingungen und Vogelsang musste etliche Frauen parallel betreuen, 15-Stunden-Tage waren keine Seltenheit. Die Folge: Burn-Out.

Heute macht sie „nur noch“ Nachsorge, Akupunktur und Homöopathie. Sie weiß, dass sie nie einen anderen Beruf finden würde, in dem sie jemals so gut sein könnte und der sie in dieser Weise ausfüllen würde. Regelmäßig erhält sie Dankesbriefe, die ihr zeigen, wie wichtig und berührend ihre Arbeit ist. Mittlerweile betreut sie schon „Enkel“: Kinder, deren Nabel sie schon versorgt hat, werden nun Mütter. „Wenn ich Hebammen-Uroma werde, höre ich aber auf!“, lacht Frau Vogelsang und wird wieder ernst: „Wenn eine gesunde Mutter mit einem gesunden Kind das Haus verlässt, dann ist ein Wunder passiert“, eines, das einige zu Unrecht als selbstverständlich hinnehmen.

Neue Praxis für Mainz

Theresa Eidt und Gila Heusermann sind frisch examinierte, zusätzlich studierte Hebammen und eröffnen derzeit gemeinsam mit fünf Kolleginnen ihre neue Praxis „Kokobelly“ in der Leibnizstraße 16. Eine Versorgungslücke wird also verkleinert. Neben der „Oase“ wird es nun wieder zwei hebammengeführte Orte für Geburtsvorbereitungs-, Rückbildungs-, sowie Babymassagekurse geben. Das junge Team bietet auch Vor- und Nachsorge sowie Akupunktur an. „Bei vielen ist das Hebammen-Sein ein langjähriger Wunsch, der sich durch Praktika gefestigt hat“, sagt Theresa. „Es ist eine unglaubliche Erfahrung, so nah bei Familien zu sein, in einer so sensiblen Zeit.“

Gila Heusermann ist durch ihr Studium an der Katholischen Hochschule auch mit dem Feld der Hebammenforschung vertraut. Das Hebammenwesen wird zunehmend akademisiert. An sieben deutschen Hochschulen werden Hebammen mittlerweile aus- und weitergebildet. In ihrer freiberuflichen Arbeit sehen die beiden die größten Vorteile in der Team-Arbeit. Ganz pragmatisch können Vor- und Nachsorgetermine nach Stadtteilen aufgeteilt werden. So fährt Gila regelmäßig in Gonsenheim mit dem Fahrrad von Frau zu Frau. Außerdem lassen sich Wochenenddienste besser aufteilen. „Kokobelly“ soll auch mit Kollegen aus anderen Berufsgruppen erweitert werden: Yoga und Osteopathie sind hier denkbar. Nach dem „Soft Opening“ diesen Monat wird es wahrscheinlich im Frühjahr eine offizielle Eröffnung geben. Momentan werden die Räumlichkeiten gemütlich gestaltet. Kapazitäten für die Nachsorge haben die Sieben auch nicht vor März, ABER: In den Kursen sind noch einige Plätze frei!

Kita-Plätze Mangelware

Doch nicht nur Hebammen sind schwierig zu bekommen. Es gilt auch: „Wenn das Kind da ist, sofort einen Krippenplatz beantragen!“ Seit 2013 hat jedes Kind in Rheinland-Pfalz ab einem Jahr das Recht auf einen Kita-Platz. In Mainz gibt es insgesamt 8.500 Betreuungsplätze für Kinder ab 8 Wochen bis 14 Jahre. Doch das reicht nicht. Mindestens 2.000 fehlen noch. Die Stadt sucht daher verzweifelt nach neuen Flächen für Kitas (20 müssen noch gebaut werden) und erst Recht neues Personal. 2013 wurden sogar Spanier in der Mainzer Partnerstadt Valencia angeworben. In Spanien herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit und hier ein Mangel an Erziehern – eine klassische „Win-Win-Situation“ also?

28 junge Spanierinnen und Spanier waren im September 2013 tatsächlich nach Mainz gekommen. Vier Jahre später, im September 2017, sind nur noch neun von ihnen im Dienst der Stadt. Die Gründe dafür waren vielfältig: Das Erlernen der deutschen Sprache war für manche schwieriger als gedacht, das Einfinden in die deutsche Kultur nicht minder, manche zogen innerhalb Deutschlands um, andere fanden am Ende doch noch eine Jobperspektive in der Heimat. „Die Aktion war anstrengend und hat uns viel Kraft gekostet, sowohl in der Vorbereitung als auch in der Betreuung der spanischen Kollegen“, sagt Regina Deckwarth. Die Teamleiterin in der Abteilung Kindertagesstätten des Amts für Jugend und Familie hat die Anwerbung damals miterlebt und mitgestaltet, mit durchaus positiven Erfahrungen und menschlich schönen Begegnungen. „Wenn man aber sieht, was am Ende herausgekommen ist, würden wir das so nicht nochmal machen“, so ihr Fazit.

Zuzug erschwert die Lage

Etwas machen muss die Stadt aber trotzdem. Im Jahr 2017 haben sich die Kommunen in der Personalplanung zwar längst auf den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz eingestellt. Aber die Boom- Stadt Mainz wird außerdem mit einem massiven Zuzug konfrontiert. Rund 2.000 Neubürger sind es derzeit pro Jahr, darunter auch viele junge Familien mit Kindern. Bis 2020 will die Stadt mindestens 6.500 neue Wohneinheiten schaffen. Und sie muss für entsprechende Kitaplätze sorgen. Die Bedarfsquote für die Betreuung der 2- und 3-jährigen ist von 50 Prozent im Jahr 2007 auf heute 90 Prozent gestiegen. Bei den Ein- bis Zweijährigen von 31 Prozent im Jahr 2008 auf heute 55 Prozent.

„Wir brauchen weiterhin eine große Menge an Fachkräften, das ist Fakt“, sagt Sozialdezernent Eckart Lensch (SPD). Aktuell beschäftigt die Stadt tausend Erzieher, das entspricht 850 Vollzeitstellen. In diesem Jahr wurde das städtische Kita-Personal bereits um 75 Vollzeitstellen aufgestockt, 20 sind aktuell noch nicht besetzt. 2018 sollen 172, 2019 weitere 214 Vollzeitstellen geschaffen werden. Aber weder diese Perspektive noch die derzeit unbesetzten Stellen machen Lensch nervös. „Wir haben den Anspruch, offene Stellen schnell zu besetzen, das wird uns gelingen“, sagt er.

Kita-Koordinator: Plakate und Social Media

Im Hauptamt ist nun eine Personalstelle geschaffen worden, für die es eine zentrale Aufgabe gibt: die Gewinnung von Kitapersonal. Dazu gehören Werbeaktionen in Form der Plakatkampagne „Du fehlst uns“, ständige Stellenausschreibungen auf der eigenen Homepage, im Internet sowie in Tageszeitungen und Fachblättern, die Präsenz auf Berufs- und Fachmessen und in Fachschulen mit Erzieherausbildung, und auch die gezielte Ansprache von Migranten. In Zukunft will die Stadt auch über die sozialen Netzwerke junge Bewerber ansprechen. Außerdem wurden Bewerbungsverfahren beschleunigt, die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht (aktuell 89 Vollzeitstellen und es werden noch mehr) und auch eine Ausbildung in Teilzeit ermöglicht, was vor allem für Alleinerziehende attraktiv ist.

„Wir haben jede Woche eine Einstellungsrunde mit fünf bis acht Kandidaten und bieten schnell Hospitationstermine an, damit schnell eine Entscheidung fallen kann“, erklärt Regina Deckwarth. Die Stadt sei als Arbeitgeber attraktiv. „Wir schließen nur unbefristete Verträge ab, jeder städtische Mitarbeiter erhält ein Jobticket und alle Erzieher haben Anspruch auf einen Betreuungsplatz für die eigenen Kinder“, zählt Deckwarth auf. Dass der Erzieherberuf im Ansehen steige sei ebenfalls spürbar: „Die Bewerbungen von Männern und Frauen mit abgeschlossenem Studium, vor allem auf Leitungspositionen, steigt.“ Viele kleine Schritte also geht die Stadt bei diesem komplexen Thema, bei dem auch steigende Personalkosten durch den jüngsten Tarifabschluss und mit Blick auf den Personalschlüssel die Betreuungsqualität eine Rolle spielen. Trotzdem sieht Eckart Lensch der Herausforderung angesichts der positiven Entwicklung bei der Fachkräftegewinnung hoffnungsvoll entgegen. Kinder kriegen ist und bleibt eben vor allem eins: ein Dauerbrenner.

Text: Ulrike Melsbach (zu Teilen aus der Allgemeinen Zeitung)  Fotos: Jonas Otte

Der Beitrag Ein Kind – Und jetzt? Über Mainzer Hebammen und Kita-Probleme erschien zuerst auf sensor Magazin - Mainz - Fühle deine Stadt.

Read the whole story
moschlar
13 days ago
reply
Mainz, Deutschland
Share this story
Delete

Oktober 2017

1 Share

Die Höflichkeit der Elektrofahrzeuge

Im März sind die ersten Leih-Elektroroller auf den Straßen von Berlin aufgetaucht. Ich habe mich damals darüber lustig gemacht, aber nur über die Werbung, nicht über das Konzept an sich! Selbst dieses kleine bisschen Spott finde ich im Nachhinein unangemessen. Die Elektroroller sind offenbar sofort auf breite Akzeptanz gestoßen, ich sehe sie ständig im Einsatz, genau wie die roten Roller einer zweiten Anbieterfirma. Und ich freue mich jedesmal, wenn mir einer davon begegnet, denn genau wie Michael Seemann denke ich dabei: “Toll! Zukunft!” Ihr Geräusch ist so angenehm und höflich. Es sagt nicht: “Aus dem Weg! Jetzt komm ich und ich habe extra den Auspuff aufgebohrt, damit das auch jeder merkt!” Es sagt: “Ich muss mal kurz von A nach B, aber ich möchte Sie mit diesem Vorgang nicht mehr behelligen als unbedingt nötig, bitte lassen Sie sich nicht stören, zzzip, ich bin schon wieder weg.” Eines Tages wird sich der gesamte Straßenverkehr so anhören, und ich hoffe, dieser Tag kommt bald.

(Kathrin Passig)

Read the whole story
moschlar
15 days ago
reply
Mainz, Deutschland
Share this story
Delete

Ein Einsender, der mit der Politik der großen Koalition ...

1 Comment and 3 Shares
Ein Einsender, der mit der Politik der großen Koalition augenscheinlich nicht zufrieden ist, schickte mir folgenden Leserbrief:
Weshalb ich schreibe: was mir vor dieser Bundestagswahl fehlt, ist ein Fazit der Großen Koalition, bzw. eine Zusammenfassung der Arbeit von CDU/CSU/SPD. Ich suche ab und zu im Internet danach, werde aber nicht fündig. Es irritiert mich zutiefst, dass es anscheinend keine solche Zusammenfassung gibt. Die Bürger scheinen viel vergessen zu haben, und die Medien machen anscheinend sich nicht die Mühe, daran zu erinnern. Dabei wäre das jetzt sehr wichtig. Angeblich sind viele Wähler noch unentschlossen, und der Wahlkampf strotzt bisher nicht gerade vor Inhalten (bzw. wenn Inhalte auftreten, dann sind es oft vage Versprechungen, die der bisherige Arbeit der Parteien entgegenstehen). Was mich vor allem nervt, ist so ein Schrott wie das Kanzlerduell, wo nicht wenige Fragen auch noch so gestellt waren, als kämen sie von der AfD: man sollte die Partei wählen, die einen inhaltlich am besten vertritt, da interessiert es mich herzlich wenig, wie gut oder schlecht der Kanzler "performt"…

Zur Sache: Ich habe keinen Blog / keine Webseite. Könntest du (mit anderen zusammen) eine Zusammenstellung der GroKo-Arbeit sammeln und bereitstellen? Ich liste mal alleine die Sachen auf, die mir aus dem Stegreif einfallen:

  • Panamapapers. Deutschland ist (oder war) Steueroase Nummer 8 weltweit. Soweit ich das weiß, ist nichts passiert. Wohl auch dank Schäuble
  • Dieselskandel. Politiker (schon vor der GroKo) wussten Bescheid und tragen daher eine Mitschuld. Dobrindt verhindert Sammelklagen in Deutschland. Die Gesundheit der Bürger wird nicht vor Abgasen geschützt, sondern die Autoindustrie vor Verlusten. Nachträgliche Legitimation durch Anhebung der Grenzwerte. Keine Strafverfolgung bei Übertretung der Grenzwerte
  • NSU-Morde. Keine Aufklärung. Vertuschungen. Verstrickungen bleiben bestehen
  • NSA-Skandal. Kein Schutz der Bürger. Abhören wird nachträglich legitimiert. Befugnisse des BND erweitert
  • Überwachung. Bürgerrechte eingeschränkt. Überwachung massiv ausgeweitet
  • Polizei. Sinnlose Verschärfung des Strafrechts statt personeller Aufstockung oder Investition in Förderung von Deeskalationsstrategien
  • Maut. Absolutes Schwachsinnsprojekt. Kostet nur Geld. Kein Kommentar
  • Autobahnprivatisierung. Durch die Hintertür (Grundgesetzänderung). Scheingesetz gegen Autobahnprivatisierung, das jede Regierung ohne 2/3-Mehrheit wieder ändern kann
  • Datenschutz. De Maizière höhlt in der EU den Datenschutz aus, um dadurch den deutschen Datenschutz zu senken und die CDU als unschuldig darstellen zu können ("Brüssel zwängt uns das auf")
  • Waffenlieferungen. Mehr Waffenlieferungen. Vor allem auch an nicht-demokratische Staaten, die Krieg führen (wie Saudi-Arabien)
  • Antikorruptionsgesetze blockiert. Lobbykontrolle verhindert
  • Bankenregulierung? Findet nicht statt
  • Energiewende. 7 Mrd. den Energiekonzernen geschenkt (rechtswidrige Brennelementesteuer. Eigentlich vorsätzlicher Betrug)
  • Jede Menge Großprojekte vergeigt (eigentlich in den Ländern)
  • Bundeswehr. Jede Menge Bundeswehreinkäufe total überteuert. Bundeswehr lässt sich regelmäßig über den Tisch ziehen
  • Sozialer Wohnungsbau?
  • Sozialgesetze? Irgendwelche Verbesserungen? Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass alleinerziehenden Müttern der Beitrag für die Zeit gestrichen werden sollte, in der die Kinder beim Vater sind
  • Keine Verbraucherschutzverbesserungen. Im Zweifel immer auf Seiten der Industrie
  • Schere Arm/Reich. Keine Gegenumverteilung. Im Gegenteil (Erbschaftssteuerreform)
  • Rente. Immer noch keine Rentenreform (z.B. alle zahlen in eine Kasse). Deutsches Rentenniveau weit unter dem anderer Länder
  • Berichte geschönt (immer wieder)
  • Flüchtlingspolitik. Deals mit Diktatoren um Flüchtlinge bereits im Ausland umzubringen (kann man anders nicht sagen). Debatte über Obergrenze widerspricht Grundgesetzt. Immer wieder bescheuerte Debatte über Leitkultur (Leitkultur widerspricht dem Grundgesetz). Hohe Ansprüche an Integrationswillen der Flüchtlinge, ohne entsprechende Angebote zu machen. Mit EU: Kündigung der Seenotrettung, stattdessen Alibiprogramm
  • Freihandelsabkommen. Bevölkerung ausgeschlossen
  • Umweltschutz. Halbwegs konkretes Programm von Barbara Hendricks bis zur Unkenntlichkeit zusammengestrichen

Allgemein: Mehrhreit im Bundestag nur für Schrott benutzt (was hätte man mit dieser Mehrheit alles machen können?…)
Ich habe bestimmt noch jede Menge vergessen. Auch großartig waren die Gesetze, die ein Politiker verteidigen/durchbringen musste, der vor der GroKo vehement dagegen war (denke da an Heiko M.).

Zur Autobahnprivatisierung würde ich ja noch das hier anmerken wollen.
Read the whole story
moschlar
40 days ago
reply
Mainz, Deutschland
Share this story
Delete
1 public comment
saikimecky
40 days ago
reply
#Fazit der #GroKo geht wählen, um diese scheiße zu beenden
Meerane, Deutschland

Nachrichten? Brauche ich nicht!

1 Share

Ich finde es immer wieder überraschend, wie wenig Leute in meinem Alter oder darunter noch Nachrichten konsumieren oder etwas von der Welt mitbekommen. Ich meine damit nicht zwingend Print-Zeitung lesen, sondern allgemein. Irgendwas. Zeitungen online lesen, den Tagesschau Podcast in der Bahn hören, die Printzeitung vom Sitznachbarn mitlesen. Wenn ich Schulklassen im Bunker habe und frage, wer Zeitung (online) liest, Nachrichten guckt, oder irgendwie sowas, dann ist es normalerweise zwischen null und eins. Das bezieht sich auf mehrere hundert Klassen in den vergangenen Jahren quer durch Deutschland. Von 5. Klasse Hauptschule bis 12. Klasse Gymnasium.

Vor allem aber fällt es mir in Gesprächen auf. Ich spreche über etwas, was mich gerade beschäftigt und mein Gegenüber hat keine Ahnung, wovon ich rede. In den vergangenen Wochen habe ich z.B. mit studierten Leuten in den Zwanzigern gesprochen, die noch nie von der „Identitären Bewegung“ oder deren Aktion „Defend Europe“ im Mittelmeer gehört haben. Es gab welche, die nicht wussten, dass es im Irak einen Krieg gibt („das mit Saddam?“) und wieder andere wussten nicht, dass es Nord- und Südkorea gibt und dass das dauerhaft ein Problem ist. Mit den Leuten kann man darüber dann ja auch nicht mal eben sprechen, weil ihnen die Grundlagen dafür fehlen und man erstmal sehr umfangreiche Grundlagen erklären müsste. Wenn ich dann frage, ob sie Nachrichten konsumieren, ist die Antwort meist „Ja klar, Facebook“ oder „Nein – ich bin ja kein Politiker! HAHAHA„. Das erinnert mich immer an einen TV Ausschnitt bei dem jemand gefragt wird, ob seine Kinder denn auch etwas gesundes wie Säfte bekommen und er sagt „Ja, Fanta!„. Nun ist Facebook ein weites Feld und es gibt dort auch Nachrichten, aber die Leute meinen den Facebook Stream ihrer Freunde. Also eine Filter-Bubble, die aus gleichartigem besteht und in die sich meist nur selten ein Querschnitt der Außenwelt mischt. Und das ist auch bei meinem Facebook Stream nicht anders. Was sie als Nachrichten wahrnehmen, ist auch immer wieder interessant. Dazu zählen Konzerttermine ihrer Lieblingsband, Sendetermine von Soaps oder Gossip von Stars und Sternchen. Zu Politik, Wirtschaft und Kriegen höre ich immer wieder „Aber ich bin ja kein Politiker – was habe ich damit zu tun?„. Nun, du bist auch kein Star und informierst dich über Hollywood. Und du bist nicht reich, aber guckst dir Ferraris und Privat-Inseln an.

Mir fällt auf, wie die Gesellschaft da immer weiter auseinander driftet. Ich finde mit solchen Leuten kaum noch Gesprächsthemen, da für mich die Welt um mich herum extrem wichtig ist. Ich finde auch keinen Weg den Leuten zu erklären, was Wahlen, Politik, andere Länder, Wirtschaft usw. mit uns zu tun haben.
Warum sollte es mich hier interessieren, dass zwischen den USA und Nordkorea ein Atomkrieg droht? Dann geht eben dort ein thermonuklearer Krieg los – aber ja nicht bei uns!
Warum ist es für mich hier wichtig, ob in Syrien ein Krieg tobt, oder nicht? Ist ja nicht so, als würden die Flüchtlinge dann her kommen und hier die Neonazis aus ihren Ecken kriechen…
Und was habe ich mit Griechenland zu tun? Ich mag ja nicht mal Toga Partys!

Wenn das (noch) ungebildete Kinder oder Besoffene in der Ecke wären, könnte ich ja damit leben. Aber bei Leuten mit Abitur und einem abgeschlossenen Studium würde ich dann doch mehr erwarten. In meinem Umfeld sind die meisten Leute noch sehr gebildet, dadurch dürfte der Eindruck bei mir noch etwas verschoben sein. Aber so 10-20% sind es selbst da. In anderem Umfeld dürfte es noch weit mehr sein. Bei Vorstellungsgesprächen frage ich die Leute immer ein paar Standardfragen. Früher z.B. welchen Job Wowereit hat (heute Müller, aber Wowi war halt bekannter…). Oft wussten Leute immerhin, dass er Politiker ist. Wie viele Länder gibt es auf der Welt? (10-10.000 sind übliche Treffer) und welche Staatsform wir haben („EU“ ist vorne dabei). Im Kern kann man sagen, dass mehr als 50% der Bewerber(innen) diese drei Fragen nicht annähernd beantworten können.

Das häufigste Argument gegen Nachrichten gucken ist: „Da kommt so viel Negatives! Das will ich nicht sehen!“ – Das ist auch ein Luxus, den man sich nur in der ersten Welt erlauben kann. Die Augen verschließen vor den rund 90%der Welt, denen es schlechter geht. Und klar: Wenn man das alles ausblendet, dann bleiben wieder nur Konzerte, Gossip und Katzenbilder. Mein Ansatz ist da einfach ein anderer: Ich gucke mir das Leid an und versuche es zu verbessern. Das erscheint mir einfach sinnvoller.

Read the whole story
moschlar
62 days ago
reply
Mainz, Deutschland
Share this story
Delete
Next Page of Stories