¯\_(ツ)_/¯
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Ein Zwischenruf zur sogenannten „Mutter aller Bomben“

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Liebe Medien,

die Amerikaner haben ihre größte konventionelle Bombe mit 8.000 Kilogramm Sprengstoff über Afghanistan abgeworfen. Der erste Einsatz dieser Bombe überhaupt. (In einem Land, in das Bundesinnenminister Thomas de Maizière immer noch abschieben will, weil er es für sicher hält. Aber das nur nebenbei.)

Tut uns bitte in der Berichterstattung den Gefallen und übernehmt nicht gedankenlos die Kriegsrhetorik der US-Streitkräfte: Der Begriff „Mutter aller Bomben“ ist testosterondampfende Militär-Poesie und eine unangemessene Trivialisierung und Bagatellisierung eines Kriegsaktes.

Abgesehen davon bringen Mütter nicht den Tod, sondern schenken Leben.

Euer Lorenz Meyer

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moschlar
11 days ago
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Wie ein Meter Waldweg

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moschlar
15 days ago
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Noch ein schöner Money Quote aus den IoT-Einsendungen:Es ...

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Noch ein schöner Money Quote aus den IoT-Einsendungen:
Es gibt keine verpflichtenden Sicherheitsheitsstandards, die es zum Beispiel bei elektrotechnischen Erzeugnissen gibt. Jede Lampe kann ich überall anfassen, ohne dass ich Angst haben muss einen Stromschlag zu bekomen. Die wenigen Sicherheitsstandards die es gibt, schützen nur Geschäftsmodelle, nicht wirkliche Sicherheit. Siehe Secure Boot.
Das finde ich eine tolle Zusammenfassung. Die Sicherheitsstandards schützen Geschäftsmodelle, nicht Endanwender.
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moschlar
20 days ago
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The Depressed Developer 13

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moschlar
26 days ago
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Automatenflüssigkeit

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Als Ottonormalkunde merkt ihr das ja normalerweise eher nicht so, aber manchem ist vielleicht schon mal aufgefallen, dass fast jeder (modernere) Leergutautomat irgendwo im hinteren Bereich einen kleinen Tank hat. Diese Behälter sind entweder leicht zugänglich seitlich angebracht, oder wie bei unserem b500 innerhalb des Gerätes und über einen Einfüllstutzen im Gehäuse des Automaten zu befüllen.

Bei unserem Gerät sitzt er in einer Ecke im Crunchergehäuse direkt über dem eigentlichen Cruncher. Da der Tank nur knapp 5 Liter fasst und damit ziemlich klein ist, ist er genau neben dem Motor für den Cruncher installiert und über einen simplen Schraubverschluss zu erreichen:





Wofür ist das nun und warum erzähle ich euch das?

Bei alten Leergutautomaten, die Entwicklung geht ja schon ein paar Jahrzehnte (!) zurück, lag das Hauptaugenmerk auf der Annahme und Verarbeitung der Flaschen. Dass dabei auch Flüssigkeiten (die Reste in den Flaschen) ausliefen und letztendlich für den typischen Geruch, den diese Automaten aussondern, verantwortlich waren, gehörte einfach dazu. Aber das war nie Thema, auch bei unserem alten UniCycle-Automaten noch nicht. Der roch einfach so, wie solche Automaten eben bekanntermaßen riechen. Und jetzt kommt's: Riechen müssen! Die Kunden haben nämlich durch die jahrelange Konditionierung vor diesen Automaten inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung an solche Geräte. Dies zeigt auch eine schon vor längerer Zeit vom Verband der Verkaufs- und Rücknahmeautomaten (VdVRAD) (Deren Hauptmitglieder sind natürlich Marktführer Tomra, aber auch Sielaff, Wincor Nixdorf, Trautwein und viele kleinere Hersteller, auch aus dem benachbarten Ausland) in Auftrag gegebene Studie.

Da aufgrund der im Laufe der Zeit verbesserten internen Behandlung der Flaschen das Geruchsproblem verschwunden war, sank im Bundesdurchschnitt die Akzeptanz dieser Rücknahmeautomaten. Um dem entgegen zu wirken, wird seit einer Weile bei im Grunde allen neueren Anlagen ein Geruchsverteiler eingesetzt. Trautwein setzt dabei auf einen elektronisch geregelten Ultraschallvernebler, der sich im Bereich des Annahmewerkes befindet. Diese Technik ist durch das sogenannte Duftmarketing schon recht bekannt geworden, auch wenn da natürlich grundsätzlich positive Düfte verteilt werden.

Der Rest ist eigentlich ganz unspektakulär. Über unsere Großhandlung können wir diese Flaschen mit dem passenden Duftkonzentrat bestellen, das einfach nur ca. alle drei Wochen nachgefüllt werden muss. Es gibt unterschiedliche Versionen "Stinkewasser" (So hat Uwe das Gebräu mal getauft), aber ich bleibe beim Klassiker "Bier und Limonade", weil das einfach der bekannteste Duft ist. Es gibt noch weitere Variationen, bei denen z.B. die Noten von vergorenem Saft oder auch Tabakresten weiter durchkommen, aber das ist mir zu speziell. Auch solche Flüssigkeitsvariationen wie "Weihnachtsmomente" oder "Frühlingsbrise" finde ich persönlich nicht angemessen.

Also wenn euch der "Scheißautomat" bei der Leergutabgabe mal wieder entgegenstinkt, beschwert euch nicht bei der Technik, sondern denkt daran, dass das ausdrücklich so gewollt ist.




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moschlar
28 days ago
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März 2017 (und schon vorher)

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Don’t call me, I probably won’t call you either

Wenn auf meinem Telefondisplay eine Nummer erscheint, die ich nicht kenne, gehe ich in 99 Prozent der Fälle nicht ans Telefon. Ich möchte ohnehin nicht gerne telefonieren und erst recht nicht, wenn ich nicht weiß, wer am anderen Ende der Leitung ist und was er oder sie von mir will. Hier siegt die Neugier nicht!

Allerdings versuche ich herauszufinden, wem die Nummer gehören könnte. Als erstes googelt man sie, eventuell in verschiedenen Schreibweisen oder auch mal nur die ersten fünf Stellen der Telefonnummer (nach Vorwahl), wenn man eine Nummer mit einer Durchwahl vermutet. Damit lassen sich zum Beispiel die allermeisten Headhuntern schon sehr zuverlässig identifizieren.

Führt die Nummernsuche per Google zu nix, kann man noch mal im Mailpostfach prüfen, ob in letzter Zeit irgendeine Anfrage für irgendwas kam, in der diese Nummer in den Kontaktdaten stand. Tatsächlich ist das Smartphone dank synchronisiertem Gmail-Postfach manchmal sogar schon so schlau und zeigt einem bei einem Anruf mit einer Nummer, die nicht im Adressbuch, wohl aber in irgendeiner Mail steht, den möglicherweise passenden Anrufer schon mal mit einem zögerlichen Fragezeichen an.

Passt auch das nicht, warte ich einfach ab, ob dem Anrufer sein Anliegen so wichtig ist, dass er oder sie es mir vielleicht per SMS oder Sprachnachricht mitteilen möchte. Für zukünftige Anrufer: Die Rückrufwahrscheinlichkeit steigt massiv, wenn ich weiß, wer anruft und was er grob von mir will.

Die Rückrufwahrscheinlichkeit sinkt hingegen ebenso massiv bis knapp an den Nullpunkt, wenn man einfach weiter anruft, am besten mehrfach hintereinander. Ich werde dann zwar doch ein kleines bisschen neugieriger, möchte aber auf der anderen Seite dieses nervige Telefonverhalten nicht noch mit Erfolg belohnen und gehe jetzt schon aus Prinzip nicht dran.

Es gibt aber noch einen letzten Weg, eventuell den Anrufer zu identifizieren, vorausgesetzt, es handelt sich um eine Mobilnummer. Dazu speichere ich die Nummer in den Kontakten unter einem Namen wie “Test” ab und öffne dann WhatsApp. In WhatsApp lasse ich mir dann meine Kontakte anzeigen. Wenn der Anrufer auch WhatsApp nutzt kann ich dann zumindest die Statusmeldung (selten hilfreich) und das Profilbild (deutlich hilfreicher) sehen. Wenn das Profilbild tatsächlich ein Bild des Nummernbesitzers ist, kann ich eventuell erkennen, dass die Nummer wohl zu meinem Cousin gehört, zurückrufen und mich über eine Einladung zur standesamtlichen Hochzeit freuen. Wenn das Bild nur ein Bild von einem Hai ist, bin ich nur bedingt schlauer. Ich vermute, dass mich kein Hai anruft, außerdem, selbst wenn, ich kenne gar keinen Hai persönlich.

Haie rufe ich nicht zurück. Und wenn es wirklich wichtig sein sollte, dann kann der Hai mir ja immer noch auf die Mailbox sprechen.

(Anne Schüßler)

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moschlar
30 days ago
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